Vitamin C

Vitamin E (Tocopherol, alpha-Tocopherol)

Funktion:

Vitamin E ist ein lipophiles (fettlösliches) Vitamin, welches mit den Vitaminen A und C das ACE-Trio bildet. Dieses spielt wahrscheinlich eine besonders wichtige Rolle in der Verlangsamung des Alterns. Bei allen drei Vitaminen handelt es sich um Antioxidantien, also Stoffe, die freie Radikale abfangen können.

Während das Vitamin C als wasserlösliches Vitamin primär im wasserreichen Zellinneren freie Radikale neutralisiert, tun dies die lipophilen Vitamine A und E in der fettreichen Zellmembran. Daher ist es sinnvoll diese drei Vitamine kombiniert einzunehmen.

Vitamin E soll Gefäßablagerung verhindern und somit präventiv vor vielen Herz- und Kreislauferkrankungen wie dem Herzinfark und Hirnmschlag schützen. Auch soll es die Durchblutung verbessern, eine gute Leistungsfähigkeit der Muskeln bis ins hohe Alter gewährleisten und das Risiko an Alzheimer und einigen Krebsarten zu erkranken senken.

Vorkommen:

Vitamin E Tocopherol kommt in erster Linie in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders reich an Vitamin E sind pflanzliche Öle, wobei kaltgepresste Speiseöle besonders empfehlenswert sind. 

Dosierung:

Die optimale Dosierung hängt vom Alter, Geschlecht, Gewicht, Gesundheitszustand, körperlicher und psychischer Belastung sowie vielen anderen Faktoren ab.
Bitte denken Sie immer daran, daß ein Richtwert nur eine grobe Orientierungshilfe sein kann!

MännerFrauen
nach DGE112-15 mg11-12 mg
nach RDA315 mg15 mg
Anti-Aging3ca. 200 mg

(Tabelle: tägliche Dosis. Die Angaben gelten für Erwachsene. Es handelt sich um Näherungswerte).

Obwohl Vitamin E ein fettlösliches Vitamin ist, wird es von vielen Instituten und Ärzten wegen seiner großen gesundheitlichen Bedeutung eine weitaus höhere Dosis als die Vorgabe der DGE empfohlen. Dies ist aus meiner Sicht auch sinnvoll. Ich nehme schon jahrelang täglich 200 bis 400 mg natürliches Vitamin E. Jedoch sollten Sie wissen, daß Vitamin E ist in sehr hohen Mengen toxisch ist… also nicht übertreiben!
Bei Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie vor der Einnahme von Vitamin E Präparaten Ihren Arzt fragen.

Achtung:

Neben dem natürlichen Vitamin E (alpha-Tocopherol) existiert noch das künstlich synthetisierte Vitamin E (dl-a-Tocopherylacetat). Einige Studien deuten darauf hin, daß das natürliche Vitamin E besser wirkt als das künstliche. Achten Sie darauf, daß das von Ihnen gewählte Vitaminpräparat natürliches Vitamin E (alpha-Tocopherol) enthält!

Vitamine – Begriffsklärung

Vitamine sind organische Verbindungen, die im Gegensatz zu Kohlenhydraten, Fett und Eiweis vom Körper nicht als Energieträger benutzt werden. Vitamine sind essentiell (lebenswichtig) und haben viele Funktionen im Stoffwechsel. Die meisten Vitamine können von unserem Körper nicht synthetisiert sondern müssen durch die Nahrung aufgenommen werden.

Vitamine können in zwei Klassen eingeordnet werden: wasserlösliche (hydrophile) und fettlösliche (lipophyle) Vitamine.

Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen:

  • Vitamin C (Ascorbinsäure)
  • Vitamine der B-Gruppe
  • Vitamin H (Biotin)
  • Vitamin K (Phyllochinon)

Zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine gehören:

  • Vitamin A (Retinol)
  • Vitamin D (Calciferol)
  • Vitamin E (Tocopherol, alpha-Tocopherol)

Bei lipophilen Vitaminen ist es ratsam diese mit fettreicher Nahrung einzunehmen, da sie so vom Körper besser aufgenommen werden.
In der Regel können fettlösliche Vitamine vom Körper besser als wasserlösliche Vitamine gespeichert werden. Deshalb kommt es bei den wasserlöslichen Vitaminen schon nach relativ kurzer Zeit zu Mangelerscheinungen, wie es damals viele Seeleute erfahren mußten: die alte Seefahrerkrankheit Skorbut wird durch einen Mangel an wasserlöslichem Vitamin C (Ascorbinsäure) ausgelöst. Die Folgen sind Zahnfleischbluten und Zahnausfall, Schwächung des Immunsystems, Müdigkeit, Fieber, Entzündungen und schließlich der Tod.

Neben Vitaminen gibt es noch die Provitamine. Das sind Vorstufen von Vitaminen. Sie werden vom Körper in Vitamine umgewandelt. Ein Beispiel hierfür ist das Beta-Carotin (ß-Carotin), welches vom Organismus in das fettlösliche Vitamin A (Retinol) umgewandelt wird.

Bedeutung von Vitaminen

Vitamine spielen eine wichtige Rolle in unserem Stoffwechsel. Viele Stoffwechselprozesse sind ohne Vitamine gar nicht möglich. Da unser Körper viele Vitamine nicht eigenständig synthertisieren kann, müssen wir sie mit der Nahrung bzw. in Form von Vitaminpräparaten aufnehmen.

Die optimale Vitamindosis

Über den Bedarf des Körpers an Vitaminen sind sich die Wissenschaftler streitig. Die Empfehlungen diverser Institute und Wissenschaftler weichen voneinander stark ab. Bestes Beispiel dafür ist das Vitamin C. Während die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) eine tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C empfiehlt, empfahl Dr. Linus Pauling (zweifacher Nobelpreisträger, der 1994 im Alter von 93 Jahren starb) mehrere Gramm!
Die optimale Dosierung hängt zum Teil von den Lebensgewohnheiten und der Umwelt ab. Je nach körperlicher und psychischer Belastung steigt bzw. sinkt der Bedarf an Vitaminen.

Wichtig:

Ein großer Fehler besteht darin einzelne Vitamine oder Mineralstoffe hochdosiert einzunehmen. Man muß stets auf das Zusammenspiel der einzelnen Stoffe achten. So wird beispielsweise vom Körper Eisen besser aufgenommen, wenn man es zusammen mit Vitamin C einnimmt.
Magnesium und Calcium benutzen das gleiche Transportsystem im Darm und können einander bei gleichzeitiger Einnahme behindern. Eine einseitige, hohe Einnahme von Calcium kann zu einem Mangen an Magnesium führen!

Ein weiteres Beispiel ist das fettlösliche Vitamin D, welches die Einlagerung von Calcium in den Knochen unterstützt. Somit ist sinnvoll Calcium mit Vitamin D zu kombinieren.